Von Bremsscheiben und Pralinen

17.03.2010

Begeisternde Vielfalt beim Businessplan Wettbewerb der Region 10

"Was macht Erfolg aus?" Diese Frage stellte Norbert Forster, der Geschäftsführer des Existenzgründerzentrums in Ingolstadt gleich zu Beginn einer sprichwörtlich richtungsweisenden Veranstaltung. Im EGZ hatten sich Teilnehmer des Businessplan Wettbewerbs für die Region 10 eingefunden, um - erstens - ihre Businesspläne für den Wettbewerb einzureichen und - zweitens- sich und ihr Konzept kurz vorzustellen. Und sie beweisen alle, dass sie über das verfügen, was Norbert Forster zu Anfang als die drei Erfolgsfaktoren bezeichnet hatte, nämlich Hirn, Hand und Herz. Den Spielball "Hirn" nahm denn auch Prof. Dr. Robert G. Wittmann (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Ingolstadt) in seiner kurzen Begrüßung auf: "Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richung ändern kann." Ein richtungsweisender Denker ist z. B. Andreas Jagdhuber. Der ehemalige Student Wittmans hat zusammen mit dem IT-Experten Stefan Grothkopp einen Businessplan für eine Software für Fundraising-Organisationen eingereicht. "Wir haben gerade die Altruja GmbH gegründet. Wir bieten eine Software an, mit deren Hilfe Spenden gesammelt werden. In den USA ist Charitiy ein ganz großes Thema, wir haben das System auf den deutschen Markt und vor allem deutsche Ansprüche übertragen." Im Gegensatz zu den USA spielt hierzulande das Vertrauen eine wesentlich größere Rolle - kaum jemand gibt so bereitwillig Bankverbindungen oder Kreditkartennummern preis wie die Amerikaner. "In den zehn Jahren, in denen ich hier bin, habe ich diese Professionalität noch nicht erlebt," lobt Prof. Wittmann das Projekt, das inzwischen durch das Bundeswirtschaftsministerizm gefördert wird. "Ohne die große Unterstütztung durch die Hochschule wäre das nicht möglich gewesen," gibt Andreas Jagdhuber das Kompliment zurück.

 Ob die Fundraising-Software das Rennen beim bpw10 Wettbewerb macht, wird am 28. April bekannt gegeben. Die Konkurrenz ist jedenfalls groß: weitere 11 Business-Pläne hat die Jury aus Unternehmen und Führungskräften zu bewerten. Da wären Bremsscheiben, in denen erstmals Aluminium verwendet wird, ein System zur Logistikoptimierung bei Fuhrunternehmen ("Mitfahrzentrale für Lkw"), eine Patisserie-Chocolaterie, ein Shop-Konzept für Design aus Porzellan, ein Verlag, dessen erstes Kinderbuch schon erfolgreich auf dem Markt ist, ein App für Finanzberater, ein hochmodernes, hochspezialisiertes Sanitätshaus, eine Firma, die alte Filmaufnahmen, Fotos, Urkunden und Co. digitalisiert und archiviert. "Wenn man Dinge gerne macht, macht man sie in der Regel auch gut," sagte Norbert Forster. In diesem Sinne - alles Gute! Infos gibt es unter www.bpw10.de

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